18.01.2012
Meine Antwort an das Magazin "Der Spiegel"
Wegen der falschen Darstellung im Artikel von "Der Spiegel"
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-83180809.html
ueber den Beitrag "Der verlorene Sohn" von Dahlkamp, Jürgen; Kistner, Anna; Neumann, Conny, erschien am 17 Dezember 2011, schriebe ich das Magazin folgendes, mit der Bitte um Korrektur wegen falschen Tatsachen gemaess § 11 des Reichspressegesetzes, das Recht zur Gegendarstellung.
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich schreibe im Bezug auf dem Beitrag "Der verlorene Sohn" von Dahlkamp, Jürgen; Kistner, Anna; Neumann, Conny, und schaetze Ihre Magazin als "Credible Source" die "Tatsachen" listet deshalb bitte ich um Korrektur da der Beitrag nicht an Evidenten bezogen ist.
Erste Korrektur:
Sie schreiben dass mein Kind beim Vater war, was absolut nicht stimmt: Keiner meiner Kinder lebte beim Vater. Mein Sohn, 7 Jahre alt, war in zwei verschiedenen fremden Familien, einmal bei einer Familie Jauch in Xanten wo er nicht mal die Schule besuchte und er in einem Zimmer eingelockt war, dann wurde er zur Familie Schroeder in Schermbeck deportiert, die einen Haus von seinen Einkuenften anfing zu bauen. Der Vater Albert Kemper wollte das Kind nie haben.
Sollten Sie Beweise haben wollen bin ich gern bereit sie zu senden.
Zweite Korrektur:
Bei der Aktion "befreiung meines Sohnes von den Klauen des Jugendamtes" war weder der Vater da noch schwitzt er, noch wollte er das Kind haben.
Dritte Korrektur:
Olivier Karrer haette mir geholfen mein anderer Sohn zu holen: Stimmt ueberhaupt nicht. Olivier Karrer hat lediglich beim ersten Sohn geholfen, jedoch hat er mich weder gesteuert, noch hat er Geld von mir genommen.
Viertens:
Ich holte meinen kleineren Sohn (6 Jahre alt) 3 Monaten spaeter und da war weder der Vater anwesend noch lebte meinen Sohn bei ihm, noch hat mir Olivier Karrer dabei geholfen!!!
Ich weiss nicht woher Sie die falschen Angaben holten aber ich habe das Recht auf Korrektion gemaess Artikel: § 11 des Reichspressegesetzes, das Recht zur Gegendarstellung.
Sie erwaehnen ueberhaupt nicht dass:
1- Vor meiner Abreise nach Italien, ich hatte einen Arbeitsvertrag in Italien
2- Ich teilte es dem Arbeitesamt, und dem Jugendamt mit
3- Das Jugendamt gab mir SCHRIFTLICH die Genehmigung 3 Wochen auf Wohnungsuche zu gehen
4- Ich kam nach 10 Tagen mit Mietvertrag um meine Kinder zu holen aber meine beiden Jungen waren entfuehrt vom Jugendamt
5- Man gab mir meine 14 Jahre alte Tochter, jedoch meine Soehne nicht. Merkwuerdig, wenn man bedenkt dass die Gruende "eine schlechte Mutter" sein koennten wie das Jugendamt spaeter im Gericht arugumentiert
6- Die Jungen blieben in Deutschland ohne jegliche Krankenversicherung, und als sie Krank wurden, wurden sie nicht behandelt!!!!!
7- Als ich meinen aeltesten Sohn zuerst holte, hat die Polizei das nicht als Kindesentfuehrung bezeichnen koennen!!! Da ich Strafanzeige bei der italienische Polizei gegen das Jugendamt wegen Kindesentfuehrung stellte!!
Sollten Sie weitere Fragen haben, stehe ich gerne zur Verfuegung.
Besten Gruessen,
Joumana Gebara
08:24 Veröffentlicht in True Story | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per E-Mail verschicken | Tags: joumana gebara, olivier karrer, marinella colombo, jugendamt
07.04.2006
Entstehungsgeschichte des Jugendamtes
ENTSTEHUNGSGESCHICHTE DES JUGENDAMTES :
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Auf der Seite: www.jugendamt-wesel.com setzt sich Olivier Karrer mit der Entstehungsgeschichte des Jugendamtes auseinander.
Ich habe einige interessante Auszuege hier angelegt, die ausfuehrliche Version steht dem Leser auf dem o.g. Link zur Verfuegung.
(1) Die Institution JUGENDAMT ist eine Einmaligkeit in allen Rechtsnationen. Eine solche Institution gibt es nirgendwo anders in demokratischen Ländern und sicherlich nicht in Europa ausser in der Bundesrepublik Deutschland. Doch auch im Ausland haben Familien Kinder. Sie kommen ohne das JUGENDAMT sehr gut zu recht und haben insgesamt mehr Kinder. Es ist also eine deutsche Merkwürdigkeit. Kaum ein Deutscher scheint zu wissen, woher die Institution JUGENDAMT stammt und welche Rolle sie in der modernen deutschen Gesellschaft übt.
Das JUGENDAMT wurde gegründet, als ein weltweit angesehener Kanzler und ein von allen respektierten Innenminister an der Regierung waren. Es war 1936. Das Jugendamt ist Teil eines Staatsapparates gewesen, das Familien und Kinder von Geburt an politisch kontrollierte und lenkte. Säuglinge und Mütter wurden in Lebensbornheimen, Kleinkinder und Mütter von JUGENDÄMTERN, heranwaschene Jungs von der HJ (Hitler Jugend) und heranwaschsende Mädchen von dem BDM (Bund Deutscher Mädchen) unter die Kontrolle des Staates gestellt. Das JUGENDAMT kontrolliert Familien und Kinder im Auftrag der Lokalpolitiker heute wie gestern.
Das JUGENDAMT wurde von 1947 bis 1952 dem Innensministerium (also der Polizei) und nicht dem Familien- oder dem Justizministerium unterstellt, damit zig tausende von Kindern - die durch das JUGENDAMT im Ausland geklaut wurden (aus Polen z. Bsp. waren mehr als 150.000) - an ihre biologischen Eltern nicht zurückgegeben und noch weniger zum Umgang zu den Eltern verschickt wurden (so viel Rechtsbewusstsein hatten unsere Grosseltern schon damals). Die Identität der Kinder wurde mit Amtshilfe der Meldebehörden und der Polizei vertuscht, den Namen geändert, ohne die Eltern zu informieren (sowie heute). Per Gerichtsbeschluss,"der Dringlichkeit wegen ohne vorherige mündliche Anhörung" (sowie heute) wurden die Kinder an deutsche Adoptiv-Familien gegeben (sowie bei Frau Gebara, oder Familie Haase oder Familie Görgülü), weil man in dem Versuch der ausländischen Eltern ihre Kinder zu sehen als eine "Entführungsgefahr" gesehen hat (sowie heute) oder weil "des Kindeswohls wegen, die Kinder aus ihrer gewohnten Umgebung nicht herausgerissen werden können" (sowie man es heute in vielen Urteilen liesst). Unsere Grosseltern haben also Kinder von Amtswegen den Eltern geklaut (sowie die Behörde es heute tun) und waren feige genug, es als "Kindeswohl" zu deklarieren, anstelle von bewusstem amtlich verordneten und organisierten Kinderklau zu sprechen. So wie heute.
Das Rapidforum ist ein Nest von V-Leuten so berichtete Knut Schlanert dem VafK
Das JUGENDAMT von 2006 als Überlieferung der alten Zeit handelt heute genau so wie gestern.
Es mischt sich autoritär und selbsttätig in ALLEN Gerichtsverfahren ein, wo es meint Kinder und Eltern (die scheinbar in Deutschland alle unmündig sind) zu kontrollieren (§49 FGG). Eine solche Haltung würde Beamten in den übrigen Länder der EU sofort schwierigkeiten bereiten, denn der Staat hat sich aus der Privatsphäre der Familie nicht nur formell, sondern tatsächlich fern zu halten (es ist auch Gegenstand des Art 8 der welweit geltenden Menschenrechtskonvention, die die deutsche Regierung zwar unterschrieben hat, doch nicht einhalten will, ansonsten hätte sie als die politische Macht im Lande ihre angestellten Richter schon längst dazu angewiesen und alle JUGENDÄMTER rechtlich entmachtet, was nicht geschehen ist).
Das JUGENDAMT von 2006 kann jede Rechtsentscheidung eines Familiengerichtes kippen oder deren Umsetzung verhindern, auch wenn die URTEILE aus dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte stammen (Falle Görgülü und Hasse aus dem Jahr 2004 zum Beispiel). Die deutsche Regierung lässt es zu.
Das JUGENDAMT von 2006 führt aus sogennanten Datenschutzgründen geheime Akten über Eltern und Kinder und weigert sich die Akten von selbst (ohne Anwalt oder Gerichtsverfahren) an die Eltern zu geben. In Frankreich schützt das Datenschutzgesetz seine Bürger davor, dass die Behörden geheime und unrichtige Daten über sie führen, in Deutschland schützt das Datenschutzgesetz das Jugendamt gegen seine Bürger, damit sie ihre Daten nicht erhalten.
Das JUGENDAMT von 2006 handelt nach der Maxime "divide et impera".
Es schürrt, fördert und maximiert den elterlichen Konflikt mit Absicht. Es lässt ihn über den weg etlicher Gutachten in die Länge ziehen. Das ungesagte Ziel ist dabei die Kontrolle über die Familien und die Kinder zu übernehemen; so werden die Eltern (meist die Mütter) in die finanzielle Abgängigkeit der Jugenämter gestellt, indem sie die Unterhaltzahlungen nicht vom anderen Elternteil erhalten, sondern über die Kassen der Jugendämter (Unterhaltvorschussgesetz). Das Jugendamt kontrolliert damit die Geldströme und kann somit Druck ausübern damit Mütter und Kinder sich der Kleinstbeamtlichen Ordnung schön anpassen. Die anderen Elternteile (meist die Väter) werden in Sach gehalten, indem sie von Gerichten zu Gerichten, von Anwälten zu Anwälten, von Instanzen zu Instanzen jahre lang nach der verlorene Liebe ihrer Kindern rennen. Damit haben sie weder das Geld noch die Zeit politisch aktiv zu werden und verbleiben Gefahrlos für die Machthabenden. Diese Strategie hat bereits ein grosser deutscher Staatsmann vor Jahren geschrieben: " Die Eltern solcher Kinder ... müssen vor der Alternative gestellt werden, entweder ihre Kinder abzugeben (in diesem Fall werden sie keine neuen Kinder zeugen, sodass die Gefahr, dass die Kinder ... eines Tages die Führung übernimmt, ausgeschaltet wird) ... Der beste Druckmittel den man gegen sie verwenden kann, ist sie an der Liebe zu ihren Kindern zu hindern …" . Es stand in einem höcht geheimen Memorandum von 6 Seiten des Innenministers an den damaligen Kanzler. Es war am 15. August 1940 und es war geheim.
Das JUGENDAMT von 2006 ist den Lokalpolitikern (Landräten - Oberbürgermeistern) unterstellt.
Somit ist es direktes Eingriffswerkzeug des deutschen Staates - der Politik - in die Unabhängigkeit der Justiz und in die schutzwürdiege Privatsphäre der deutschen Familien (zur Erinnerung, das JUGENDAMT schreibt Empfehlungen an den Familienrichter in jeder Rechtsangelegenheit wo Kinder betroffen sind § 49 FGG). Wenn also, die Bundesabgeordnete Schwall-Dürren (SPD) den aus grossen Rechtsnationen (Frankreich, USA, Südafrika) stammenden Hungerstreikenden Eltern 2001 - deren Kinder nach Deutschland entführt und seitdem für immer verschwunden sind - erklärte: "Aus historischen Gründen mischen sich die deutschen Politiker nicht in Justizangelegenheiten ein" hat diese hoch angesehene deutsche Politikerin die ausländischen Regierungen offen belogen und absichtlich betrogen.
Dass deutsche Richter schlecht geschult wären und nur deshalb die Kinder für immer von dem ausländischen Elternteil - bei binationalen Paaren - oder vom Vater - bei deutsch-deutsch Paaren - trennen würden, ist nichts anderes als ein Vorwand um die Handlungsweise deutscher Richter zu unterstützen, ohne jedoch es offen billigen zu müssen.
Ausserdem wird der guten Frau Schwall-Düren darauf hingewiesen, falls sie die Wahrheit ihren Bürgern und dem Ausland sagen möchte, dass deutsche Richter durch den Landesjustizminister (durch einen Politiker also), der wiederum durch den Landespräsidenten (einen Politiker), ernannt werden. Die Landespräsidenten sitzen auch im Bundesrat und bestimmen das Gesetz mit. Somit entscheiden diejenigen, die das Gesetz bestimmen, auch über diejenigen, die das Gesetz anwenden. Sogar die richterliche Unabhängigkeit ist in der Bundesrepublik eine reine FORMsache und keine GRUNDsache.
DEUTSCHE RICHTER WISSEN GANZ GENAU WAS SIE TUN und Frau Schwall Düren, wie die meisten ihrer Kollegen aller politischer Couleur, wissen genau warum sie immer behaupten, Politiker würden sich nicht in die Angelegenheiten der Justiz einmischen; sie mischen sich nicht ein. Sie bestimmen sie !
Das JUGENDAMT von 2006 und seine von ihm finanzierten Helferorganisationen, die sogenannten "freien Träger" oder "Wohlfahrtsverbände, Arbeiterwohlfahrt, Caritas-Verband, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonisches Werk, Zentralewohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland und deren Helfershelfer, die zahlreichen als Kinderschutzfördernden organisierten GMBH's, die Geld en masse mit dem deutschen Kinderwohl erwirtschaften, beschäftigen ca 1,6 Millionen Bürger. Doch weil es kaum deutsche Kinder in Deutschland gibt, sind diese Organsiationen alle bemüht die restlichen Kinder zu betreuen. Kinder entgleiten somit der Aufsicht der eigenen deutschen Eltern zusehends.
Das JUGENDAMT von 2006 ist der politische GRUNDRICHTER in allen strittigen Rechtsentscheidungen; deutsche Familienrichter fussen ihre Urteile auf die Empfehlungen der JUGENDÄMTER. Somit bedienen sich deutsche Familienrichter - der Form halber - des Gesetzes, um den Willen deutscher Lokalpolitiker (über das unantastbare JUGENDAMT ) den Familien aufzudrücken, sie in ihre Kontrolle zu bringen, wogegen Familienrichter auf der ganzen Welt sich des Gesetzes bedienen, um ihren menschlischen Auffassung von Gerechtigkeit, ihren Rechtsentscheidungen, die gesetzmässige Grundlage zu verleihen. Deutsche Richter (Angestellte des Staates) sollen der deutschen Gesellschaft - und dem Ausland vor allem - das Gefühl vermitteln, die Bundesrepublik Deutschland wäre ein Staat wo aus dem Recht Gerechtigkeit abgeleitet wäre. In Wahrheit wird das Recht verwendet um deutsche Beamtenordnung den Eltern und den Kinder "anzuerziehen". Aus dem Recht wird die deutsche Familienverwaltung und das Behördengehorsam zu Gunsten der Beamten abgeleitet, doch nicht die Gerechtigkeit, oder die Menschenwürde die sie den Eltern (die ihr Gehalt über die Steuern zahlen) und den Kindern schulden. Deutsche Familienrichter sind demnach reine FORMRICHTER.
Kinder den Eltern zu stehlen (GRUNDhandlung) - egal ob in der Bundesrepublik oder im Ausland - ist eine HÖCHST VERWERFLICHE TAT. Egal wer der Täter ist. Doch umso schlimmer ist es, wenn dies unter dem Schutz des Gesetzes (also als Folge einer Entscheidung des Jugendamtes mit der Beihilfe des Familienrichters) 'legal' geschieht (FORMhandlung).
Dass es im modernen Deutschland zwischen 4 und 6 Mio Kinder (egal ob 4 oder 6 Mio = FORM, schon 1.000 wären 1.000 zu viel = GRUND) zwei Jahre nach einer deutschen GERICHTentscheidung den Kontakt zum einen ihren beiden Eltern (Grosseltern, und Verwandten) verliert, bedeutet, dass fast so vielen Eltern die Kinder amtlich geklaut und entzogen worden sind.
Bericht ueber Richter Hermann Dressler folgt.
14:05 Veröffentlicht in True Story | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per E-Mail verschicken | Tags: German Blogs
05.04.2006
Germanisierung zwischen Lebensborn und Stasi-Kindern?
Bericht ueber Richter Hermann Dressler folgt.
Nicht ohne meine Kinder! (Update)
von MikeyM | Upper Isar Valley | 907 mal gelesen
Germanisierung zwischen Lebensborn und Stasi-Kindern? Das Ausland ist entsetzt: Hitlers und Honeckers Enkel werkeln munter weiter... 
Bozen, Südtirol/Italien
Es ist Freitag, der 10. März 2006.
Podiumsdiskussion und Pressekonferenz aus Anlaß der Buchvorstellung der deutschen Autorin Karin Jäckel.
Die Stadt Bozen hat eigens hierfür ihre Festhalle zur Verfügung gestellt. Internationale Pressevertreter sind da, ebenso mehrere Kamera-Teams. Sogar "arte" ist vertreten im Rahmen einer Langzeit-Studie. Es herrscht ein wenig Europa-Stimmung. Simultan-Übersetzung nebst Knopf im Ohr für weniger Sprachbeflissene. Die deutsche Presse glänzt trotz Einladung durch Abwesenheit. Dafür ist die Gästeliste lang, Juristen, Politiker, italienische Behördenvertreter, Eltern- und Jugendorganisationen. Der Schauspieler Mathieu Carrière hatte sich angekündigt, mußte jedoch wegen des Wetters in Bayern und einem abendlichen Auftritt im München kurzfristig absagen. Die meisten jedoch sind Mütter und Väter aus vielen Ländern Europas. Alle haben eine Gemeinsamkeit, nämlich:
Es geht um Deutschland! Es geht um Kinder in Deutschland! Und es geht um Kinder von Deutschlands Nachbarn!
So trägt die Veranstaltung einen Untertitel:
"Das deutsche Jugendamt - eine Kinderklaubehörde?"
Joumana Gebara, die Co-Autorin, ist Mutter von 3 nichtehelichen Kindern. Sie spricht 5 Sprachen und lebte als Ausländerin in Deutschland, in einer kleinen Stadt im Regierungsbezirk Düsseldorf. Es ist Herbst 2004. Wie andere Frauen und Mütter hierzulande von Arbeitslosigkeit bedroht, wartet sie nicht, sondern handelt. So wurde ihr ein neuer Arbeitsvertrag avisiert, der unterschriftsreif in Italiens Norden auf sie wartete. Zudem mußte eine neue Wohnung her, für die Mutter und ihre 3 Kinder.
Ihre Abwesenheit, um Vertrag und neue Wohnung klar zu machen, nutzte das Jugendamt und ließ ihre zwei jüngsten Söhne verschwinden. Offenbar in Zusammenarbeit mit der Tagesmutter, wo die beiden und die bereits jugendliche Tochter während der Abwesenheit ihrer Mutter untergebracht waren, wurden die Jungs dort abgeholt. Der Tochter sagte man, ihre beiden Brüder seien nun bei Ihren Vätern. Tatsächlich wurden sie in einer Nacht- und Nebelaktion in Pflegefamilien vermittelt. Begründung 1: Die Mutter hätte sich nach Italien abgesetzt und ihre Kinder zurückgelassen. Nachdem sich dieser Vorwurf nicht halten ließ, die 2. Begründung: Italien sei nicht gut für die Kinder!.
Diese Aussage bekamen auch ermittelnde Bozener Kriminalbeamte am Telefon zu hören, die inzwischen ein Verfahren wegen Kindesentführung gegen die verantwortlichen deutschen Jugendamtsbeamte eingeleitet hatten: "So etwas haben wir hier in Italien noch nie erlebt." Joumana Gebara hat Anfang 2005, unter der Gefahr, hier in Deutschland eingesperrt zu werden, ihre beiden Söhne rück"entführt". Vor dem Familiengericht war sie chancenlos. Wie tausende gleichfalls betroffener Eltern stand sie einer Wand aus Jugendamt, Familiengericht und zu denen "kooperativen" Personen gegenüber. Über die Erniedrigungen durch deutsche Amtsträger und die dahinter steckende Kinderklau-Mentalität berichtet sie in ihrem Buch ausführlich. Ebenso, wie über die abenteuerliche Flucht mit ihren Kindern aus Deutschland heraus.
Frühjahr 2006. Im Plenum des Bozener Festsaales kann man eine Stecknadel fallen hören. Gespannt verfolgen die Zuhörer, wie deutsche Ämter in hoher Quantität Kinder wegnehmen und in Fremdunterbringungen vermitteln. Jeder noch so banale Anlaß ist den Jugendämtern genehm. "Ja, mit welcher Begründung tun die das eigentlich?" schallt es aus den Rängen. Die bekannten Begründungen werden vorgetragen. Die Leute schauen sich gegenseitig an, schütteln ungläubig mit den Köpfen.
Wir erfahren, daß in Deutschland etwa 170.000 Kinder in Pflegestellen, Heimen und Psychiatrien außerhalb ihrer angestammten Familien untergebacht sind. Den (deutschen) Steuerzahler kostet das rund 10 Milliarden Euro/Jahr. Geschätzte 70.000 Minderjährige befinden sich dort, ohne ein Problemfall zu sein. Sie gehören eigentlich in ihre Familien, so wie es die Vereinten Nationen in ihren Menschenrechtsrichtlinien vorschreiben. Die sind in Deutschland ratifiziert. Aber kaum ein Amt oder Gericht hält sich daran. Ebenso geht es Kindern, die von Elternteilen oder anderen Personen rechtswidrig nach Deutschland entführt wurden. Gemäß Haager Abkommen müssen diese an ihr Herkunftsland herausgegeben werden. Das funktioniert mit vielen Unterzeichnerstaaten, aber eben nicht mit Deutschland.
"Ist es in Deutschland schon wieder soweit? Gab es das nicht auch schon in der Nazizeit?" Tatsächlich gab es das schon. Die Jugendämter wurden 1936 durch die Nazis ins Leben gerufen und dienten zur Vorselektierung für das Lebensborn-Programm. Hauptaufgabe damals war, geeignete Kinder zu selektieren und sie ihren Familien zu entnehmen.
"Haben die Deutschen denn nichts daraus gelernt? Was sagt denn die Bevölkerung dazu? Läßt die sich solche Entwicklungen wieder gefallen, wie damals nach 1933?". Die deutsche Bevölkerung schweigt tatsächlich. Sogar die Medien halten sich heraus, berichten nur in Einzelfällen und das sehr oberflächlich. Es ist demnach kein Zufall, daß kein deutscher Medienvertreter in Bozen anwesend ist. Ein bekannter FAZ-Redakteur, der bereits zugesagt hatte, sagte kurzfristig wieder ab: "Keine Reiseerlaubnis von meiner Verlagsleitung."
"Das ist unglaublich!! Wir hier in Italien würden offen Widerstand leisten, wenn Behördenvertreter sich an unseren Kindern vergreifen würden. Und die Deutschen tun nichts? Garnichts?? Schauen obrigkeitsblind zu, wo wieder schlimme Sachen in diesem Land passieren?" Betretenes Kopfnicken auf dem Podium.
"Die regen sich doch sonst über jeden Pipifax auf, über Bush, Irak, Berlusconi und Bosnien. Dabei geschehen schon wieder schlimme Dinge vor ihrer eigenen Haustür! Und ein ganzes Volk schweigt dazu? Lenkt lieber ab auf andere? Was sind das für Menschen, diese Deutschen?" Die Aufregung ist verständlich, in Italien haben Kinder einen hohen Stellenwert und stehen unter persönlichem Schutz ihrer Familien. Hier heißt es alle für einen und einer für alle. Die differente Mentalität der Deutschen ist hier kaum nachvollziehbar: "Mit ihren Kindern vernichten die ihre Zukunft. Und sowas will modernes Europa sein?"
Eine Bozener Zuhörerin fügt hinzu: "Ich habe 7 Jahre für die hiesige Justiz gearbeitet und kann mich in der ganzen Zeit an nur eine einzige Kindeswegnahme erinnern." Was ist so anders in Deutschland?
Offen kritisiert wird nun der Feminismus in Deutschland. Die beiden Autorinnen erklären sich beide offen als Anti-Feministinnen. Diese Feministen zerstören die deutsche Gesellschaft. Es wäre für das Land unheimlich wichtig, daß dieser eklige Geschlechterkampf überwunden würde. Daß zwischen den Geschlechtern wieder zusammen gearbeitet wird, damit Beziehungen und Familien wieder funktionieren, wie anderswo in Europa auch. Genau das Gegenteil ist aber in Deutschland der Fall, die Geschlechter separieren sich. Und das wird durch politische Kräfte noch weiter forciert, mit äußerst zerstörerischen Auswirkungen. Die deutsche Linke ist nun in der Kritik. Durch Auswertungen von statistischen Daten über Jugendhilfe ist zu sehen, daß der Kinderklau besonders dort extreme Blüten schlägt, wo die SPD in der Regierung sitzt oder lange Zeit war. Besonders der Norden Deutschlands ist durch hohe Verbringungsquoten auffällig, speziell auch die Bundes- und Landeshauptstädte, dort, wo die Politik sitzt. Der Süden Deutschlands ist wesentlich unauffälliger. In den neuen Ländern sind wiederum höhere Wegnahmewerte erkennbar als in den alten.
"Das war bis 1989 DDR-Praxis. Hier regierte Margot Honecker als Familienministerin. Sie entführte Kinder von Dissidenten, Kritikern und Ausreisewilligen und übergab sie Familien von Stasi-Angehörigen. Die sog. Stasi-Kinder gibt es immer noch. Nur nennt sich die Organisation heute anders: Jugendamt, mit quantitativ ähnlichem Erfolg wie vor 1990. Und Pflegeeltern rekrutieren sich heute hauptsächlich aus Angehörigen des öffentlichen Dienstes."
Aber auch die Christdemokraten sind in der Kritik: "Die tun auch nichts, sondern entschuldigen dort, wo sie an der Macht sind, die teils von Vorgängern übernommenen Mißstände". Es machen im Foyer Namen die Runde. Darunter der Düsseldorfer OB, die Staatskanzlei und der neue Familienminister, welcher sich zudem als CDU-Menschenrechtsexperte bezeichnet. Auch in Bayern hörte man erst zu (wie der Rechtschreibreformer Zehetmair) und anschließend weg (wie die Parteikollegin und Münchner Familienministerin Stewens). Feminismus etwa auch in der CSU?
Es ist Freitag-Nachmittag. Ich bin in Joumanas Wohnung eingeladen. Eine geräumige und geschmackvoll eingerichtete 140qm-Wohnung über den Dächern Bozens, von wo aus die Dolomiten zu sehen sind. Ich lerne ihre Kinder kennen. Ich frage ihren Jüngsten, wie das war, als er nach der Trennung zum ersten mal seine Mutter wieder sah und warum er vor ihr weglief. " Die haben mir gesagt, das mir Mama böses antun will. Ich sollte weglaufen, falls ich sie sehe. Die will mich entführen. Ich wußte nicht, was ich in dem Augenblick tun sollte. Ich wußte nicht mehr, was richtig ist."
Am späten Nachmittag ist Lesung und Signierung des neuen Buches in einer Bozener Buchhandlung. Neben Betroffenen ist hauptsächlich die ältere Generation anwesend, die, welche noch den Krieg miterlebt haben. Joumana liest Passagen, warum sie nach Deutschland kam, daß dieses Land ihr großes Vorbild war, wieder auferstanden aus den Kriegswirren und es so toll wieder geschafft hat. Sie wollte immer da hin, dort mitarbeiten und stand immer hinter diesem Land. Eben bis zu diesem Zeitpunkt, als dieses Land ihr Leben und das ihrer Kinder zerstören wollte.
"Und warum denn hat man dann Ihre Kinder weggenommen?" Ungläubige Blicke einiger älterer Damen, als die Thesen des Vormittags wiederholt werden. In der Buchandlung wird es wieder still, als Karin Jäckel weiterliest. Nun geht es um die Aussagen der Söhne nach der "Befreiungsaktion". Wie sie in den neuen Familien eingesperrt wurden, den ganzen Tag ihre Zimmer nicht verlassen durften: "Ich habe mir meine Zähne mit den Fingern geputzt, weil sie mir keine Zahnbürste gaben". Die beiden aufmüpfigen Damen von vorhin haben inzwischen kreidebleiche Gesichtszüge, die eine wortlose Frage formulieren: Ist es schon wieder soweit?
Es ist Samstag, die Sonne scheint und die Temparaturen sind frühlingshaft angenehm. Bozen zeigt sich in seiner ganzen Schönheit. Wegen Lawinensperren zwischen Tirol und Bayern sitze ich bereits gegen Mittag im Zug. Ich nehme den Regionalzug zum Brenner, um noch möglichst viel von der südtiroler Landschaft in mich aufzusaugen. Mein Waggon füllt sich mit Schulkindern und Jugendlichen. Sie sind fröhlich und albern. Man fragt, ob der Sitz noch frei ist, bevor man sich setzt. Die Wagen selbst sind sauber, keine Schmierereien, keine Beschädigungen, keine Füße auf den Sitzen, keine Frechheiten ggü. Mitreisenden. Wie geht das in der heutigen Zeit? Mir fallen Joumanas Worte vom Vortag ein: "Dieses schöne Stück Erde wollten die Deutschen meinen Kindern nicht gönnen!".
Der Zug fährt ab. Obwohl es nicht meine Art ist, bin ich melancholisch. Ich habe nie soviel engagierte Leute gesehen, die sich für ein wenig Menschlichkeit einsetzen wollen. Mir geht's schlecht, meine Augen sind feucht, nach außen verdeckt durch die Sonnenbrille. Mir ist in dem Augenblick bewußt, daß ich aus dem Frühling zurück in den Winter reise. In den deutschen Winter, der seine Kinder frißt. Und die seiner Nachbarn dazu...
Buchtip:
Karin Jäckel
Nicht ohne meine Kinder!
Bastei-Lübbe
Dieser Artikel ist Jamie Jasmin gewidmet, deren Menschenrechte* seit 1996 durch ein deutsches Jugendamt gebrochen werden.
*) Charta über die Rechte des Kindes der Vereinten Nationen, eine international anerkannte Menschenrechtsnorm, in Deutschland ratifiziert durch den Bundestag.
15:20 Veröffentlicht in True Story | Permalink | Kommentarstatus (1) | Per E-Mail verschicken | Tags: German Blogs
„Nicht ohne meine Kinder – Eine Mutter kämpft gegen das Jugendamt“
Bericht ueber Richter Hermann Dressler folgt.
Pressetext zum Buch
Quelle: Autorin Dr. Karin Jäckel
„Nicht ohne meine Kinder – Eine Mutter kämpft gegen das Jugendamt“
Karin Jäckel und Joumana Gebara, Verlag Lübbe, Februar 2006
Joumana Gebara ist die Tochter einer italienisch-französischen Mutter und eines libanesischen Vaters sowie geschiedene, allein erziehende deutsche Staatsbürgerin mit drei Kindern, einer Tochter und zwei Söhnen. Als sie nach Abschluss ihres BWL-Studiums in Deutschland arbeitslos wird, finanziert ihr das deutsche Arbeitsamt im Rahmen der europäischen Vereinbarung zur freien Arbeitsplatz- und Wohnsitzwahl in Europa eine Arbeitsplatzsuche in Italien. Diese Arbeitsplatzsuche ist erfolgreich. Joumana Gebara erhält einen festen Arbeitsvertrag bei einer renommierten Firma in Bozen.
Da Joumana Gebara alleinerziehend ist und zwei ihrer Kinder für die Zeit der mit einem Umzug nach Bozen verbundenen Wohnungssuche nicht beim Vater bleiben, aber auch nicht vom Schulunterricht freigestellt werden können, finanziert ihr das deutsche Jugendamt für die Zeit der Wohnungssuche eine Tagesmutter.
Mit den Vätern ihrer Kinder, mit denen Joumana Gebara ein gemeinsames Sorgerecht ausübt, ist der Umzug einvernehmlich abgesprochen. Das Jugendamt trägt die Kosten der Tagesbetreuung für die Kinder. Die Kosten für die Nachtbetreuung der Kinder übernimmt die Mutter selbst. Der Umzug ist organisiert. Die Kinder sind aus der Schule und ihren Vereinen abgemeldet. Alles ist für den Neubeginn in Bozen vorbereitet.
Niemand warnt die Mutter, dass sie in höchster Gefahr schwebt, ihre Kinder zu verlieren, wenn sie umzieht. Jedes Mal, wenn sie von Italien aus bei der Tagesmutter oder im Jugendamt anruft, sagt man ihr, es sei alles in Ordnung. Auch dann noch, als das Jugendamt längst zugegriffen hat.
Als Joumana Gebara eine Wohnung in Bozen mietet und Tage vor Ablauf der mit dem Jugendamt vereinbarten Zeit nach Deutschland reist, um ihre Kinder abzuholen, ist nur mehr ihre Tochter da. Die beiden jüngeren Söhne sind verschwunden.
Wie die verzweifelte Mutter in Erfahrung bringen kann, wurde der ältere der beiden Söhne vom Jugendamt in eine unbekannte Pflegefamilie verbracht. Der jüngere Sohn wurde dem Vater zugesprochen. Obwohl kein richterlicher Beschluss zur Herausnahme der beiden Kinder aus der mütterlichen Familie vorliegt, erfährt Joumana Gebara nicht, warum ihr die Kinder weggenommen wurden und wo sich ihr älterer Sohn befindet.
Ein hochdramatischer, emotional geführter Kampf der Mutter um ihre beiden Kinder gegen das deutsche Jugendamt beginnt. Erst Wochen später, anlässlich der ersten Gerichtsverhandlung, in welcher das deutsche Familiengericht endlich prüft, ob die Herausnahme der beiden Kinder aus der mütterlichen Familie rechtmäßig gewesen ist und wer das vorläufige Elternrecht erhalten soll, trägt das Jugendamt erstmals den Grund des Kindesentzugs vor. Der verantwortliche Mitarbeiter ist der Meinung, die Berufstätigkeit der Mutter sei gegen das Kindeswohl, da sie ihre Kinder in dieser Zeit nicht selbst betreue, sondern in einer Kindertagesstätte oder bei einer Tagesmutter betreuen lasse und daher vernachlässigt habe. Außerdem habe sie ihre Kinder in Deutschland im Stich gelassen und nie die Absicht gehabt, sie nach Italien mitzunehmen.
Der verzweifelte Protest der Mutter wird bei Gericht nicht Ernst genommen. Die Zeugenaussage der Tochter wird nicht angehört. Die schriftlichen Dokumente über die Vereinbarungen mit dem Jugendamt werden nicht zur Entlastung der Mutter heran gezogen. Vor der Presse erklärt der Sprecher des Jugendamts, die Mutter habe keinerlei Absprachen mit dem Jugendamt getroffen. Später erklärt das deutsche Jugendamt gegenüber der Jugendbehörde in Bozen, es spiele keine Rolle, ob Joumana Gebara eine gute oder schlechte Mutter sei. Der Umzug der deutschen Kinder nach Italien sei gegen das Kindeswohl.
Kurz vor Weihnachten 2004 bestraft das deutsche Familiengericht Joumana Gebara für ihre Erwerbstätigkeit durch den Verlust aller Elternrechte für ihre beiden damals sechs und sieben Jahre alten Söhne. Sie darf beide weder sehen, noch mit ihnen telefonieren, geschweige denn, sie zu sich nach Italien mitnehmen. Außerdem wird ihr der Aufenthalt ihres älteren Sohnes weiterhin verschwiegen.
Mutter und Kinder durchleiden die Hölle. Doch endlich gelingt, was niemand für möglich gehalten hätte: Joumana Gebara lernt den Franzosen Olivier Karrer, Präsident des französischen Elternvereins CEED aus Paris und Vater eines durch die Mutter nach Deutschland entführten Kindes kennen, das er durch Familiengerichtsbeschluss nicht mehr sehen darf, weil die deutsche Mutter eine Rückholung des Kindes nach Frankreich fürchtet.
In ihm gewinnt Joumana Gebara einen sachkundigen Berater und couragierten Helfer, der Netzwerke für sie knüpft, sie zu Behörden und Anwälten begleitet, im Namen des Vereins Strafanzeige gegen Deutschland wegen Menschenraubs stellt sowie gemeinsam mit ihr die Rückholung ihrer Kinder plant und einübt.
Als der geheim gehaltene Aufenthaltsort des älteren Sohnes durch eine breite Suchaktion bekannt wird, führen sie gemeinsam die Rückholung des Jungen aus Deutschland nach Bozen durch. Mit einem anderen Helfer aus den USA holt Joumana Gebara Wochen später auch ihren jüngeren Sohn auf eigene Faust zu sich nach Hause.
Die im Buch veröffentlichten Erfahrungen der beiden Kinder in Deutschland sind Herz zerreißende Dokumente seelischer Grausamkeit, die unter dem Deckmantel des „Kindeswohls“ verübt wurden. Als die bislang letzte Gerichtsverhandlung zur Herausgabe des jüngeren Kindes an den deutschen Vater vor dem italienischen Jugendgericht stattfand, gab das Gericht der flehentlichen Bitte des kleinen Jungen statt, ihm seine Familie nicht wieder wegzunehmen und ihn bei seiner Mama, seiner Schwester, seinem Bruder und seinen neuen Freunden in Italien zu Hause zu lassen.
Der „Fall Gebara“ ist leider kein Einzelfall in Deutschland.
Deutsche und ausländische Selbsthilfeorganisationen von Eltern und Großeltern, denen das deutsche Jugendamt und Familiengericht ihre Kinder und Enkelkinder entriss, klagen massiv gegen die Praxis der Behörden, die Kinder ihrer eigenen Familie entreißen, jeden Umgang zwischen Kindern und einem Elternteil sowie den zugehörigen Großeltern verbieten, den Boykott gerichtlich angeordneter Besuchskontakte durch einen Elternteil dulden oder ein Leben von Kindern mit doppelter Staatsbürgerschaft außerhalb Deutschlands verhindern. In den vergangenen zehn Jahren verloren in Deutschland etwa zwei Millionen Scheidungskinder durch amtlichen Kindesentzug einen Elternteil. Hinzu kommt die Dunkelziffer der Kinder aus gescheiterten nicht ehelichen Lebensgemeinschaften. Und jedes Jahr werden es Tausende mehr.
Die Regierungen der USA, Großbritanniens und auch Frankreichs protestierten bereits heftig gegen diese Familienrechtsprechung. Doch noch immer gilt das Wort Jacques Chiracs, der das deutsche Familienrecht als „Gesetz des Dschungels“ definierte. Selbst von Deutschen wurde das Jugendamt bereits vor rund zehn Jahren anlässlich einer Tagung als „Kinderklaubehörde“ bezeichnet.
Da Joumana Gebara mit ihren Kindern in Italien bzw. Südtirol volle Unterstützung der Jugendbehörden und Jugendgerichtsbarkeit erhielt, um mit ihren Kindern zusammenleben zu können, haben wir uns zur ersten Präsentation unseres Buches in Bozen entschieden.
15:15 Veröffentlicht in True Story | Permalink | Kommentarstatus (9) | Per E-Mail verschicken | Tags: German Blogs